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Schulkino

Sie überlegen, DIE BESTE ALLER WELTEN mit Ihrer Klasse zu sehen. Auf dieser Seite beantworten wir die Fragen, die Lehrerinnen und Lehrer uns tatsächlich stellen — auch die unangenehmen.

„Sucht is wenn ma wos hot und des donn unbedingt wieder hobn muas.“

Adrian Wachter, 7 Jahre

Worum geht es im Film?

Adrian ist sieben. Seine Mutter Helga liebt ihn über alles und ist heroinabhängig. Der Film erzählt ein Jahr dieser Kindheit aus der Perspektive des Kindes: Für Adrian ist das Leben ein Abenteuer, weil seine Mutter ihm für alles, was befremdlich sein könnte, eine märchenhafte Erklärung findet. Erst nach und nach sieht das Publikum, was das Kind noch nicht einordnen kann.

Regisseur Adrian Goiginger erzählt seine eigene Geschichte. Das ist kein Aufklärungsfilm über Drogen, sondern ein Film über eine Mutter-Kind-Beziehung unter Bedingungen, die es in Österreich real gibt.

Ab welchem Alter ist der Film geeignet?

Die Jugendmedienkommission hat den Film ab 14 Jahren freigegeben und ihn für Jugendliche ab der 8. Schulstufe besonders empfohlen. Ausgezeichnet wurde er mit dem Prädikat „besonders wertvoll“.

Das Bundesministerium für Bildung hat den Besuch des Films im Rahmen des Unterrichts empfohlen (Erlass 2017).

Wann ist der Film die falsche Wahl?

Wir sagen das lieber vorher als hinterher:

  • Unter der 8. Schulstufe. Nicht wegen einzelner Bilder, sondern weil der Film eine Ambivalenz aushalten lässt, für die es eine gewisse Reife braucht: Die Mutter ist liebevoll und sie versagt.
  • Ohne Zeit für ein Gespräch danach. Der Film endet nicht mit einer Lösung. Wer ihn zwischen zwei Stunden einschiebt, lässt die Klasse damit allein.
  • Wenn Sie einen Präventionsfilm suchen. Es gibt keine Botschaft im Sinne von „nimm keine Drogen“. Wer das braucht, ist mit anderem Material besser bedient.

Was, wenn Jugendliche in meiner Klasse selbst betroffen sind?

Damit ist zu rechnen — Sucht in der Familie ist häufiger, als man annimmt, und wird selten angesprochen. Genau deshalb wirkt der Film oft stark. Er kann aber auch treffen.

Was sich bewährt hat: die Klasse vorher wissen lassen, worum es geht, und dass man während der Vorstellung hinausgehen darf. Und jemanden im Haus haben, an den sich Betroffene danach wenden können — Schulpsychologie oder Beratungslehrkraft. Wenn Sie möchten, bringen wir eine Fachperson aus der Suchtberatung mit.

Wie läuft eine Schulvorstellung ab?

Film und Gespräch, zusammen rund drei Schulstunden: 103 Minuten Film, danach etwa 45 Minuten Diskussion. Das lässt sich in einen Vormittag legen, ohne dass es hetzt.

Zum Gespräch kommt Produzent Wolfgang Ritzberger persönlich. Er arbeitet daneben als Medientrainer für den gemeinnützigen Digitalen Kompass und steht damit im Jahr in rund sechzig Schulen vor Klassen — dort geht es um Medienkompetenz, nicht um diesen Film. Was er mitbringt, ist die Routine: Er kennt die Fragen, die kommen, und die Stille, die manchmal zuerst kommt, und er hält beides aus.

Auf Wunsch bringen wir zusätzlich eine Fachperson aus der Suchtberatung mit.

Was kostet das?

Das hängt davon ab, ob Sie in der Schule oder im Kino zeigen, wie viele Jugendliche dabei sind und ob eine Anreise nötig ist. Schreiben Sie uns, was bei Ihnen möglich ist — Sie bekommen eine konkrete Zahl zurück, keine Preisliste und keinen Rückruftermin.

Am Geld soll es nicht scheitern. Wenn das Budget klein ist oder es gar keines gibt, schreiben Sie das einfach dazu. Wir haben bisher immer eine Lösung gefunden, und wir haben noch keine Klasse weggeschickt.

Wie kommen wir an den Film?

Wir stellen Ihnen einen Streaming-Link zur Verfügung, mit dem Sie den Film in der Schule zeigen können. Eine Vorstellung im Kino organisieren wir auf Anfrage ebenfalls.

Der Film liegt in der deutschen Originalfassung vor, dazu untertitelte Fassungen in mehreren Sprachen, unter anderem Englisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch und Koreanisch. Für internationale Schulen und Sprachklassen ist das oft der entscheidende Punkt — sagen Sie uns einfach, welche Fassung Sie brauchen.

Gibt es Unterrichtsmaterial?

Zum Film wurde eigenes Unterrichtsmaterial entwickelt, mit Arbeitsaufträgen für die Vor- und Nachbereitung. Zum Download.

In welchen Fächern lässt sich der Film einsetzen?

Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung, Psychologie und Philosophie, Medienerziehung, Religion und Ethik.

Themen für die Nachbereitung: Alkohol und Drogen, Abhängigkeit, Verhaltenssucht, Depression, Kindheit, Fantasie, Glaube, Teenagerschwangerschaft, Alleinerziehung, Familie, Elternschaft, Verantwortung, Gesellschaft, Randgruppen, Isolation, Leere, Angst.

Was sagt die Kommission?

DIE BESTE ALLER WELTEN hinterließ die Kommission schwer beeindruckt. Beginnend mit einem Protagonisten, der trotz des jungen Alters mit seinem darstellerischen Vermögen den Film trägt und sich in hervorragender Spielharmonie mit dem kongenial agierenden Mutter-Charakter befindet. (…) Auch wurde von gelungener Balance zwischen Tragödie und Komödie gesprochen, sowie „dass der ganze Film von Liebe getragen“ wird.

Aus der Begründung für das Prädikat „Besonders wertvoll“

Wie fragen wir an?

Eine Mail genügt. Hilfreich ist, wenn Sie gleich dazuschreiben: Schulstufe, Anzahl der Jugendlichen, Wunschzeitraum und ob Sie eine Begleitung durch Regie oder Suchtberatung möchten. Wir melden uns mit einem konkreten Vorschlag zurück.

office@ritzlfilm.at +43 664 300 43 72


DIE BESTE ALLER WELTEN von Adrian Goiginger
Österreich 2017 | 103 Minuten | deutsche Originalfassung
Kinostart: 8. September 2017